Horizontalsperre: Aufgabe, Schäden, Nachrüstung
Wenn aufsteigende Feuchtigkeit nachgewiesen ist, ist die nachträgliche Horizontalsperre das übliche Mittel, um den Nachschub von Wasser aus dem Boden zu stoppen. Wichtig ist die Reihenfolge: erst messen, dann sperren.
Wie eine Horizontalsperre funktioniert
Die waagerechte Sperrschicht trennt das feuchte Erdreich vom aufgehenden Mauerwerk. Fehlt sie oder ist sie spröde geworden, saugt die Wand Wasser wie ein Docht nach oben. Eine nachträgliche Sperre stellt diese Barriere wieder her.
Die gängigen Verfahren
- Injektionsverfahren: in eine Bohrlochreihe wird ein Dichtstoff (z. B. auf Silan-Basis) eingebracht, der die Kapillaren verschließt. Das häufigste und schonendste Verfahren.
- Mechanische Verfahren: Einbringen von Blechen oder Auftrennen und Einlegen einer Sperrbahn — aufwändiger, nur in bestimmten Fällen.
Ist eine Horizontalsperre bei Ihnen sinnvoll?
Nicht jede feuchte Wand braucht eine Sperre. Laden Sie ein Foto hoch — Sie erfahren, ob das Bild zu aufsteigender Feuchte passt und eine Messung der nächste Schritt wäre.
Wandbefund startenWann sie sinnvoll ist — und wann nicht
Spricht dafür
- Messung bestätigt aufsteigende Feuchtigkeit
- Bodennahes Feuchteband mit Salzrändern
- Sperrschicht fehlt oder ist defekt
Spricht dagegen
- Feuchte kommt von oben (Kondensation)
- Seitlich eindringendes Wasser
- Ursache nicht gemessen — dann erst messen
Was eine Horizontalsperre kostet
| Leistung | Grober Rahmen |
|---|---|
| Feuchtemessung / Beratung vorab | 150–400 € |
| Injektion je laufendem Meter Wand | 80–150 € |
| Begleitende Sanierung mit Sanierputz | 40–90 € je m² |
Grobe Orientierung ohne Objektkenntnis — Wandstärke, Zugänglichkeit und Durchfeuchtungsgrad bestimmen den Preis. Nach der Sperre ist meist Sanierputz sinnvoll.